🔹 Trump Mobile: Neuer Mobilfunklösungsansatz unter konservativem Motto
2025-06-17 11:16:09 - Daniel Heckmann
Die Trump‑Organisation – vertreten durch Donald Trump Jr. und Eric Trump – hat am 16. Juni 2025 «Trump Mobile» vorgestellt: Ein Mobilfunkangebot mit einem 5G‑Tarif und einem Eigenmarken‑Smartphone.1
- Monatlich 47,45 $ – ein Bezug auf Trumps Rolle als 45. und potenzieller 47. Präsident2.
- Leistungen inkl.: unbegrenztes Telefonieren, SMS, Daten, Telemedizin, Pannenhilfe, internationale SMS in über 100 Länder.1
- Technisch als MVNO über T‑Mobile/Liberty Mobile realisiert; Netzabdeckung wie bei etablierten Anbietern.2
- UVP 499 $, Gold‑Design, Android 15, 6,78″ 120 Hz OLED‑Display, 12 GB RAM, 256 GB (erweiterbar), 5 000 mAh Akku, 3,5‑mm‑Kopfhöreranschluss.2
- Versprechen: „in den USA designed und gebaut“ – allerdings zweifelhaft, da Teileherkunft oft aus China stammt und streng genommen erst mittelfristig wirklich in den USA gefertigt werden sollen.6
- Vorbestellung ab August/September möglich, 100 $ Anzahlung; Webseite zeigte technische Ungenauigkeiten und funktionale Bugs bei Bestellversuchen.2,7
Trump Mobile operiert unter Lizenz (T1 Mobile LLC), die Trump‑Organisation übernimmt weder Herstellung noch Netzbetrieb, sondern lizenziert Marke und Konzept.1,5
Markenanmeldungen für «Trump» und «T1» deuten außerdem auf zukünftige Erweiterungen wie Zubehör und Einzelhandel hin.1
Stärken:
- Patriotisches Marketing („America‑First“), US‑basierte Dienste (Callcenter, Servicepartner, Telemedizin).
- Preislich auf konservative Zielgruppe zugeschnitten.
Herausforderungen:
- MVNO‑Wettbewerb ist intensiv, Marktanteile gering (ca. 3–4 %) – die Skalierung bleibt fraglich.5
- Viele Details unklar: wer genau produziert, wo Komponenten stammen, langfristiger Nutzen der Zusatzdienste.
- Bisheriges Marken‑Licensing von Trump hatte mit einigen Misserfolgen zu tun («Vodka», «Steaks» etc.).5
Fazit: Trump Mobile positioniert sich als patriotisches Mobilfunk‑Bundle mit eigenem Smartphone und Zusatzservices. Der symbolträchtige Preis und patriotisches Branding sollen konservative Zielgruppen ansprechen. Ob das Geschäftsmodell jedoch gegen MVNO‑Konkurrenz und die strukturellen Herausforderungen bestehen kann, bleibt offen.
Quellen: (1) Reuters, (2) The Verge, (3) People, (4) Investopedia, (5) Daily Beast, (6) Wired, (7) AP News/ABC
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