Daniel Heckmann ⭐ Die Welt der Uhren

Daniel Heckmann

Dein Heute, dein Meisterwerk

G.F.J. – Die Legende des Kalibers 135 geht weiter

- Quelle: ZENITH Branch of LVMH Manufactures S.A.

Nach dem preisgekrönten Comeback der G.F.J. präsentiert ZENITH nun ein neues Kapitel in der Geschichte der auf reine Chronometrie ausgelegten Kollektion. Die nach den Initialen des Markengründers Georges Favre-Jacot benannte G.F.J. ist nicht nur ein Andenken, sondern ein Statement: Sie wendet sich wieder dem Wesentlichen der präzisen Uhrmacherkunst zu. Die zunächst mit der Neuauflage des legendären Kalibers 135 erschienene und gleich mit dem „Chronometriepreis“ des Grand Prix d’Horlogerie de Genève 2025 ausgezeichnete G.F.J. etablierte sich schnell zu einem modernen Ausdruck der meisterhaften Uhrmacherkunst von ZENITH im Bereich der Observatoriumswettbewerbe. Heute kehrt die Uhr als limitierte Auflage von 161 Exemplaren aus Gelbgold mit einem faszinierenden Zifferblatt aus Heliotrop zurück. Diese Neuauflage besticht nicht nur durch ihr neues Material, sondern unterstreicht die Identität der G.F.J. als zeitgenössisches Gehäuse des Kalibers 135: eines Uhrwerks, dessen Geschichte noch längst nicht zu Ende erzählt ist.

Ab dem späten 19. Jahrhundert wurde der Name ZENITH durch die erfolgreiche Teilnahme der Marke an verschiedenen Observatoriumswettbewerben berühmt, bei denen sie insgesamt 2.333 Preise gewann – mehr als jede andere Uhrenmarke. Das Herzstück jener goldenen Ära war das Kaliber 135.

Das zwischen 1949 und 1962 produzierte Uhrwerk war eigens für die Chronometriewettbewerbe entwickelt worden. Seine Wettbewerbsversion, das 135-O, gewann insgesamt 235 Chronometriepreise, darunter fünf erste Preise in Folge zwischen 1950 und 1954 im Observatorium von Neuenburg: ein bis heute ungeschlagener Rekord.

Doch anstatt das Meisterwerk aus der Vergangenheit einfach nachzubauen, entschied sich ZENITH, eine Neuauflage des Kalibers 135 für das 21. Jahrhundert zu entwickeln. Während der Durchmesser von 13 Linien (30 mm), die Frequenz von 18.000 Halbschwingungen pro Stunde und die charakteristische Architektur mit der übergroßen Unruh und dem dezentralen Rad beibehalten wurden, erhielt das neue Kaliber moderne Materialien und technische Lösungen, um seine Leistung und Zuverlässigkeit zu verbessern.

Das Federhaus liefert jetzt eine Gangreserve von 72 Stunden. Das Räderwerk wurde für höhere Leistung optimiert. Die große Unruh wurde mit Regulierschrauben und einer Breguet-Spirale ausgestattet. Der charakteristische, doppelte pfeilförmige Regulator ermöglicht eine präzise Einstellung der Ganggenauigkeit, und ein Sekundenstopp-Mechanismus ermöglicht die Einstellung der Uhrzeit auf die Sekunde genau. Jedes Uhrwerk wurde auf eine Ganggenauigkeit von +/- 2 Sekunden pro Tag eingestellt und offiziell vom COSC zertifiziert.

Eine Neuauflage des Kalibers 135 für das 21. Jahrhundert
Eine Neuauflage des Kalibers 135 für das 21. Jahrhundert

Getreu seinem ursprünglichen Zweck findet das Kaliber 135 in der G.F.J. ein wie selbstverständlich wirkendes äußeres Pendant: Die Präzision im Inneren spiegelt sich direkt in der Designphilosophie wider.

Diese neue Ausgabe der G.F.J. weist mit ihrem 39,5-mm-Gehäuse aus Gelbgold eine wärmere, leuchtende Ausstrahlung auf. Ihre schlanken Proportionen, die abgestufte Lünette und die abgerundeten Bandanstöße behalten die edle Eleganz der Chronometer aus den 50er-Jahren bei, während der goldene Glanz den modernen Aspekt unterstreicht.

Unter dem kastenförmigen Saphirglas besticht das Zifferblatt durch ein faszinierendes Wechselspiel aus Texturen und Materialien. Seine Architektur hingegen bleibt der dreiteiligen Konstruktion des Originals treu.

  • Die zentrale Scheibe aus Heliotrop macht mit ihrer natürlichen Maserung und den Einschlüssen im Stein jedes Exemplar zu einem Unikat.
  • Der übergroße Sekundenzähler bei 6 Uhr wurde aus Perlmutt gestaltet.
  • Ein peripherer guillochierter Bereich lässt sich als subtile Hommage an Georges Favre-Jacots Vision von der Backsteinfassade der ZENITH Manufaktur in Le Locle inspirieren.

Ergänzt wird die Komposition von applizierten Indizes aus Gelbgold und fein facettierten Zeigern, die ein ausbalanciertes Gleichgewicht zwischen mineralischer Tiefe und architektonischer Präzision schaffen.

Das Kaliber 135 mit Handaufzug ist durch den Saphirglasboden sichtbar und zeichnet sich durch eine Veredelung aus, die sich von der Vorgängerversion unterscheidet. Die Ästhetik des neuen Modells stellt eine Rückkehr zu klassischeren Codes dar: Breite Genfer Streifen, von Hand anglierte Kanten und eine zeitgenössische dunkle Ruthenierung werden von Gravuren in Gelbgold akzentuiert.

Die Architektur des Uhrwerks weist nach wie vor eine übergroße Unruh und eine harmonische Symmetrie auf: Es wurde nicht einfach als Mechanismus, sondern als chronometrische Struktur konzipiert. Die G.F.J. ist ein beispielloser Ausdruck der chronometrischen Leistungen von ZENITH – sie wurde geradezu um das Uhrwerk herum konstruiert, das dieses Vermächtnis begründet hat.

Die G.F.J. erscheint in einer limitierten Auflage von 161 Exemplaren und ist exklusiv in den Zenith Boutiquen und Online-Shops sowie bei autorisierten Händlern weltweit zur Vorbestellung erhältlich.

G.F.J. – Die Legende des Kalibers 135 geht weiter

Kommentare:

Hintergrundvideo von Hiran Shrestha Pixabay